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Geschichte des Bremgartenkartells

Auszug aus dem Vademecum 1992
Gründung des Bremgarten-Kartells (BK)

Die Gründung des Bremgartenkartells geht auf das Jahr 1920 zurück. Von des Kartellbrüdern, die noch den 1. Kartelltag in Stein am Rhein mitgemacht gaben, leben nur noch wenige. 1920 trafen sich die
  1. Commercia San Gallensis
  2. Merkuria Bernensis
  3. Commercia Schaffhausen
zum 1. Kartelltag in diesem wunderschönen Städtchen. Es wurde dort allen klar. das ein zentraler gelegener Ort gesucht werden sollte.

M. A. Maier v/o Kompass von der Commercia Schaffhausen versuchte mit dem Reisszeugzirkel auf der Landkarte einen Ort zu finden, der auf halbem Wege zwischen Bern und St. Gallen liegt. Die Halbkreise trafen sich in der Nähe von Bremgarten. So wurde diese kleine Stadt zum Kartellort bestimmt und ist es bis heute geblieben. Die Gründung des Bremgarten-Kartells wird mit dem Jahre 1921 angegeben, da in diesem Jahr der 1. Bremgarten-Kartelltag stattfand.
 
Das Kartell ist politisch und konfessionell neutral. Traditionen werden auch heute gelebt und besondere Freunschaften über viele Generationen gepflegt. Dafür tragen die Kommilitonen als äusseres Zeichen Mütze und Band.

2009 - 2013

Genau 20 Jahre nach der Ära Sioux/Styx/Reck übernimmt die Agronomia Helvetica erneut den Vorort des Bremgartenkartells. Mit Martin Bieri v/o Difox BKx, Peter Ringger v/o Zähsar BKxx und Christian Jaun v/o Älpler BKxxx stehen drei Agronomen an der Spitze des Bremgartenkartells. Man darf gespannt sein und guten Mutes, dass sich hier "Puure-Schlöii" (Bauern-Schlauheit) breit machen wird.

2005 - 2009

2006 Uebernahm der neue BK Vorort, die Commercia Schaffhausen das Ruder des Bremgartenkartells. Der 85. Jubiläumskartelltag war geprägt durch eine stattliche Teilnehmerzahl von über 100 Personen. Einige Verbindungen können mit Freude wieder regen Nachwuchs verzeichnen. Anscheinend gewinnen althergebrachte Traditionen und besondere Freundschaften wieder mehr an Terrain.
"Werte die es Wert sind zu pflegen!", so lauteten auch die Begrüssungsworte von BK X Solar. In diesem Sinne; vivat-crescat-floreat, noch so manches fröhliches Zusammentreffen im pittoresken Städtchen an der Reuss. Besonders erwähnt sei die Neuaufnahme der Technica Wadinensis im 2008 und die Reaktivierung der hwl. Kartellverbindung Commercia Aarau. Die Durchschnittliche Teilnehmerzahl in den vier Amtsjahren unter dem Vorort der Commercia Schaffhausen betrug weit über 80 Personen.
Die Ehrendamen Lilian G. und Geraldine H. in den ersten zwei Amtsjahren und auch Sändy L.-Sch. und Fränzi H. (zwei Ehrendamen aus der Region) in der zweiten Amtshälfte, rundeten mit viel Charme den traditionsgeprägten Anlass ab.
Rolf Brandenberger v/o Futuro BKxx, Delf Heger v/o Speedy BKxxx, und Urban Werner v/o Solar BKx bedanken sich bei allen Teilnehmern und beteiligten Personen für die schöne und angenehme Zeit. Wir wünschen der Verbindung Agronomia Helvetica für die nächsten vier Jahre gutes Gelingen und freuen uns auf viele freundschaftliche Begegnungen unter den Kartellverbindungen. In den Farben weiss-rot
Urban Werner v/o Solar BKx.

2000 – 2005

2001 Jubiläumskartelltag 80 Jahre Bremgarten-Kartell. Der Vorort wird in einen neuen Flaus eingekleidet. Gleichzeitig erfolgt die Aufnahme der Euretia Turicensis ASET als 11. Mitglied ins BK. 2002 übernimmt – ebenfalls zum ersten Mal – die Romania Novavillensis mit BARON den Vorort. Gleichzeitig muss die Gründerverbindung MERKURIA BERNENSIS gemäss Statuten vom Bremgarten-Kartell ausgeschlossen werden. Die Verbindung liess sich trotz intensiver Bemühungen verschiedener Kartellgänger nicht mehr zur Aktivität und zur Leistung ihrer Verpflichtungen überreden.

1990 – 2000

Anlässlich der 70-Jahrfeier 1991 war Hippo von der Romania Novavillensis Festredner; zur Stadtgeschichte der ehemalige Gemeindeschreiber der Stadt Bremgarten. 1992 ist mit Rössli Aktiv-P von der befreundeten Verbindung Oeconomia Lucernensis erstmals eine farbentragende Frau am BK. 1994 übernimmt die Techumania San Gallensis mit JODEL als P zum ersten Mal den Vorort des BK. 1996 wird der 75. Kartelltag mit einem speziellen Cortège durch Bremgarten begangen. Die Verbindungen präsentieren sich auf originelle Art, so gleicht etwa der Auftritt der Agronomia einem eigentlichen Alpaufzug, angeführt vom Vorort hoch zu Ross und den Ehrendamen mit dem Ehrenvorsitzenden GAMBRINUS im Landauer. 1997 wird die Atisia Lucernensis, bisher befreundete Verbindung als Mitglied des Bremgarten-Kartell aufgenommen und übernimmt ab 1998 unter GENUA den Vorort des Bremgarten-Kartell. 1999 erfolgt der erste Internetauftritt des BK unter »www.bremgarten-kartell.ch«.

1980 - 1990

Am 60 jährigen Jubiläum 1981 ist Hans O. Staub als Festredner anwesend. An die Kosten leistet das Kartell einen symbolischen Beitrag. Die Stadt revanchiert sich mit einem Kartellwappen, welches am alten Zeughaus hängt. In diesem Jahr verklingt auch der letzte Freiluftcommers mit der Stadtmusik auch dem Schellenhausplatz. 1983 wird die eindrucksvolle Holzbrücke über die Reuss renoviert, es war eine Freude für den neuen Vorort der Oekonomia Zürich im selbigen Jahr bis 1989 den Vorort zu übernehmen.
Festreferenten: 1985 Eros von der Commercia Schaffhausen, 1986 Mönch von der Agronomia Helvetica.
1987 muss "Die Linde" aus verschiedenen, vorwiegend finanziellen Gründen eingestellt werden, Ab 1990 werden 1-4 x jährlich die wichtigsten Informationen und Einladungen zu Anlässen mittels Infoorgan des BK an die Mitglieder-Verbindungen und befreundeten Verbindungen weitergeleitet. Es ist Aufgabe der einzelnen Verbindungen, diese Informationen an die Mitglieder weiterzuleiten. 1989 wird die Techumania San Gallensis als Kartellmitglied aufgenommen.

1970 - 1980

1971 an der 50-Jährigen Jubiläumsfeier wird beim Casino eine neue Linde gepflanzt. Die erste hat verschiedenen verderblichen Einflüssen nicht standgehalten. An dieser Feier sind rund 180 Kommilitonen und Gäste anwesend. 1974 Aufnahme der Agronomia Helvetica; 1977 übernimmt Jux von der Commercia Schaffhausen die Redaktion "Linde".
Ebenfalls 1977 erfolgte die Aufnahme der hwl. Verbindung Oekonomia Zürich und zwar als erste HWV-Verbindung. Für den Bundestag 1978 lässt Blanko BKx dir "Happy-Pipers" einfliegen!

1960 - 1970

1961 zum 40 Jubiläum des Bremgarten-Kartells im Casino hielt Oberst K.R. Weber, Kommandant Waffenplatz Bremgarten eine Festrede. 1963 ist Vagant der Tulingia Turicensis neuer Verantwortlicher der "Linde". Diese übergibt er 1970 an Faruk der Gewerbia Aarau. 1967 wird die Romania Novavillensis in den Bund aufgenommen. Festredner 1967 ist Oberst Menn, 1968 Regierungsrat Fr. Ursprung.

1950 - 1960

Am Kartelltag 1952 marschiert Codex mit dem von ihm gestifteten Kartellbanner von Mutschellen nach Bremgarten und wird mit riesigem Jubel empfangen. Am Cortège präsentiert er das Banner hoch zu Pferd, Nach 13-jähriger Absenz, unter Redaktion von Opium, Turingia Turicensis erscheint "die Linde" wieder. Am Kartelltag von 1959 wird die Gewerbia Aarau ins Kartell aufgenommen. Verbunden mit der 750-Jahrfeier der Stadt Bremgarten stieg ein prächtiges Fest und ein erstmals präsentierten sich die Chargierten im roten Vollwichs und mit den weiss-roten Rapieren.

1940 - 1950

Ab 1940 entfallen die Kartelltage, die Mehrzahl der Aktiven befanden sich im Militärdienst. Die Linde, seit 1937 im Zeitungsdruck erschienen, muss eingestellt werden. Die Verbindungen Minerva Luzern, Aristonia Winterthur, sowie die Flora Basel sind während dem Krieg ausgegangen. Die Commercia-Biel tritt aus dem Bremgarten-Kartell aus.
1946 wird mit dem Vorort der Tulingia Turicensis der erste Kartelltag nach dem Krieg durchgeführt. F. J. Neidhart v/o Stop wird zum Ehrenpräsidenten ernannt. 1949 übernimmt die Spira San Gallensis den Vorort.

1930 - 1940

1930 was der Vorort bei der neu eingetretenen Verbindung aus St. Gallen. Leider musste auch diese Verbindung ein Jahr später sistiert werden. Erfreulicherweise konnte die Commersia Schaffhausen die Hermesta Turucensis (Vorgängerin der Tulingia Turicensis) zum Beitritt des Bremgarten-Kartells überzeugen. Schon ein Jahr später übernahm der nachmalige Ehrenpräsident Stop den Vorort. Am 6. Dezember 1931 wurde am Konvent in Zürich beschlossen, die Statuten neu zu verfassen, die Farben weiss-rot wurden als Kartellfarben bestimmt; auch ein eigener Zirkel wurde realisiert. 1932 wurde der Kartelltag im neuen Stil durchgeführt. Als Neuheit wurde ein Fackelzug am Samstag und am Tag darauf ein Cortège mit der Stadtmusik eingeführt. Die CC-Chargierten fuhren per Kutsche vor, alle übrigen chargierten hoch zu Pferd.
Als Novität erklingt der von Molch (Tulingia Turicensis) verfasste Kartellkantus "Wo brausend sich die Reuss ergiess..." 1932 wurde die bereits 70 Jahre alte Flora Basel aufgenommen. Die Kommilitonenschaft erhält ein Maschinengeschriebenes und verviefälltigtes Organ: "Die Linde". Der erste Redaktor heisst Compass. 1933 haben wir die Commercia Biel aufgenommen, die ein Jahr später den Vorort übernahm.1934 wird im Hotel Sonne eine Kartellstube eingeweiht. 1936 wurde unter dem Vorort der Tulingia Turicensis die Aristonia Winterthur ins BK aufgenommen. 1938 war der Vorort wieder bei der Commercia Schaffhausen, die auch die Spira San Gallensis in das BK aufnahm. 1939 war der letzte Vorkriegs-Kartelltag.

1920 - 1930

Nachdem 1920 in Stein am Rhein der zentrale Kartell-Ort bestimmt wurde, konnte 1921 der 1. Kartelltag in Bremgarten durchgeführt werden. Der erste Bundestag wurde von der Commercia Schaffhausen präsentiert und zwar von Hecht (Arnold Schnetzler). Ein Jahr später wurde der Vorort der Commercia St. Gallen übertragen. 1922 wurde hinter dem Casino eine von der Stadt Bremgarten gestiftete Linde gepflanzt. Mit Unterstützung der Commercia San Gallensis wurde die Commercia Basel (Basilensis) 1926 gegründet und ins BK aufgenommen. Leider musste im selben Jahre die betrübliche Feststellung gemacht werden, dass die Commercia San Gallensis zur Liquidation gezwungen war. Auch die Präsenz der Commercia Basel war von kurzer Dauer. Ein halbes Jahr nach der Amtsübergabe (1927) des Vorortes musste sie aus Mangel an Beteiligung aufgelöst werden. Am VIII. Kartelltag 1928 etablierte sich die Fratellanza San Gallensis als Nachfolgerin der Commercia San Gallensis, 1929 wurde kein Kartelltag zelebriert.